Kulin
Siebensternstrasse 14
1070 Wien
Nach dem Besuch des “Tags der freien Medien” wo wir unter anderem einer jungen Dame mit “vegan” in ihren Nacken tätowiert ansichtig wurden, war der Fleischhunger natürlich gross. So zogen wir also vorbei an teuren Fahrrädern die kaputt aussehen, vorbei an Bugaboo Kinderwägen schiebenden Müttern mit iPhones, vorbei an Geschäften mit lustigen Namen und vorbei an Sexshops mit Dildos aus Freilandhaltung – kurz, wir waren im siebenten Bezirk, mitten in Bobostan.
Wir landeten im Kulin einem recht grossen und für die Gegend scheinbar adäquat eingerichteten mexikanischen Restaurant/Bar – auch die Homepage präsentiert sich gediegen und minimalistisch, so ist zwar die Speisekarte aber leider nicht die Preise zu finden. Wir fanden uns auf einem Platz mit Blick in die Küche ein – glücklicherweise durch eine Glasscheibe getrennt, weil ab und zu waren entweder Rammstein auf Besuch oder es wurde ein wenig flambiert.
Die Entscheidung fiel schnell auf die “Bar-B-Q Baby Back Ribs – saftige Spare Ribs mit Barbecue-Sauce, dazu Papa al Horno (Ofenkartoffel)”. Die Manufactum Prosa der Speisekarte “RIBS nach mexikanischem Rezept gebeizt und im Ofen saftig gebraten oder knusprig gegrillt” ist natürlich umso problematischer wenn man direkt in der Küche sieht wie die Rippchen im Salamander blitzwarmgegrillt werden. Es würde ja aber auch niemand – und ganz bestimmt nicht ich – gerne zwei Stunden warten bis die Rippchen gemütlich im Ofen frisch fertig werden. Beim McDonalds les’ ich aber auch nicht “Frisch wie aus Mamas Mikrowelle”, aber wers braucht …
Nun aber zur Sache, der Lokalkritik an den Spareribs (in Wien) – wie wir auf dem Tag der freien Medien lernen soll man ab und an ein paar Keywords einstreuen, was hiermit geschehen sei. Das “Schlechte” vorweg, es ist schon lange her, dass ich nach einer Portion Spareribs um 12,10 Euro noch gut was mehr vertragen hätte – kalorientechnisch war es aber sicher ausreichend. Die “Papa al Horno (Ofenkartoffel)” waren eher Papa al Fritto de McCaino, was mir aber ohnedies lieber ist. Dazu gabs reichlich frischen Zwiebel (siehe Ernährungsregel Nr. 8), eine Barbecue Sauce und ein aus Gemüse bestehendes mexikanisches Fruchtbarkeitssymbol auf den Rippchen (siehe Foto).
Geschmacklich kann man sich echt nicht beschweren. Gutes Fleisch mit einer leichten, aber nicht impertinenten Barbecuerauchnote. Das Ganze sehr saftig und eine wenig klebrig, ganz wie ich es gerne mag. Wie gesagt könnte es etwas mehr sein aber im Grossen und Ganzen sehr gut, das gibt wieder
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8/10 |
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