
Aug 14, 2012
www.rox-musicbar.com
Joanneumring 5
A-8010 Graz
Unser Redakteur Sascha meint:
Um den Grazbesuch noch ein wenig abzurunden, und da ich auf die Schnelle kein Lokal fand, wurde wieder einmal Dr.Google gefragt.
Und da es am MI 50% auf die Ribs gibt stand der Entschluss fest, es geht in die 10′ entfernte Rox-Bar!
Aber Achtung: Reservieren ist Pflicht.
Der Normalpreis liegt bei €13,50.
Mit dabei lt. Karte – Holzofenschwarzbrot, Krautsalat und Roxy Dip und eine Sour Cream Dip.
Doch meinen Geschmack trafen die hochgepriesenen “best Ribs in town” nicht…
m.M.n. zu sehr gekochte Ribs – die haben eher keinen Grill gesehen – mit einer Knoblauchbatz die zum Schluss der 1 1/2 Rippenbögen schon mühsam wurde. Der Krautsalat war für mich zu sehr kümmellastig und die Dips hätten maximal für die Hälfte der Ribs gereicht…
Allerdings waren sie ausgezeichnet im Geschmack!
Dann noch das Brot, welches zumindest über die gesamte Fläche angetoastet gehört hätte!
Von mir gibt’s 5/10 Ribs, aber nur, da eine halbe Portion bestellbar ist und es nur die Hälfte gekostet hat!
Ich persönlich werde wegen den Ribs dort nicht mehr hingehen.
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Jun 27, 2012
Hotel Neuer am See
Seestraße 104
D – 83209 Prien am Chiemsee
Wieder einmal zu Besuch im freundlichen, restaurant-preistechnisch-günstigen Deutschland. Diesmal auf einer Zeitreise mitten in die 80er – an den Chiemsee. Landschaftstechnisch ein Juwel, nämlich ein prächtiger See am Fuße der Alpen. Die bestehende Tourismusinfrastruktur hingegen hat über weite Strecken schon bessere Tage gesehen, und ist, wie etwa unser Hotel, schon etwas abgewohnt.
Nichtsdestotrotz kann ich einen Besuch nur empfehlen, alleine die Inseln des Chiemsees sind auf jeden Fall mal einen Tagesausflug wert.
Nicht abgeranzt war auf jeden Fall das erste bzw. letzte Haus am Platz, weil direkt am See gelegen, das Hotel Neuer. Hier werden Montags Spareribs mit Salatgarnitur und Baguette um wohlfeile 8,90 € angeboten. (Und auch ein Hawaiitoast!)
Salatgarnitur in Österreich bedeutet meist ein einsames Salatblatt, das sich einsam mit einem Paradeisspalterl am Rand des Tellers vergnügt. Hier bedeutet Salatgarnitur einen ganzen gemischten Salat und die
Pommes werden von Bubens Fischstäbchen abgegriffen.
Die Spareribs selber waren dann eher unspektakulär. Gut vorgebraten/kochte Spareribs die mit einer Sauce einschmiert wurden und dann noch viel zu wenig erwärmt wurden. Geschmacklich Okay, aber nix besonderes, und dann auch noch eher kalt. Und zur Beschwerde waren die Kinder zu müde…
Das gibt knappe
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Jan 13, 2012
Schafalm
Unter der Bergstation Planai
Schladming
Nach dem vortägigen Besuch des Almrausch, war der Bedarf nach was Deftigem doch gross. Wobei man den Besuch derselben Lokalität durchaus mit demselben Adjektiv bedenken darf. Schihütte auf fast 2000m mit Gogotänzerinnen, und dem letzten lebensgefährlichen Abenteuer das Mitteleuropa noch zu bieten hat: der sturzbesoffenen Abfahrt auf finsteren Schipisten!
Die Schafalm ist eine wirklich große Schifahrerversorgungsanstalt direkt unter der Bergstation der Planaigondelbahn in Schladming. Trotz der Grösse ist das Ambiente OK, der Montankitsch ist halt allgegenwärtig, aber wenn man das als gegeben akzeptiert dann passt das schon. Die Bedienung ist wirklich sehr freundlich und extrem professionell und so waren die Ripperln um 11,80 € sehr schnell am Tisch. Es ging vermutlich auch deswegen so schnell, weil die bewegten Massen doch recht gering waren. Also das ich von Ripperln mal wirklich nicht satt geworden bin, das ist schon eine Weile her, hier war das wieder mal der Fall – also besonders, wenn man Sport betrieben hat, würde man doch deutlich mehr vertragen.
Gut geschmeckt hat es dann trotzdem – wäre vielleicht sogar acht Rippen wert gewesen, aber aufgrund der Portionsgrösse gibt es “nur”
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Mai 23, 2011
Gulyas Etterem
Budapest
IX ker. Lilio, utca 46
So wie weltweit die Angst vor versteckten Fetten grassiert, so scheint in Ungarn die Angst vor Kohlenhydraten umzugehen. Anders ist es auf jeden Fall nicht erklärbar warum die Erdäpfel und der Salat (siehe Foto, bzw eben nicht) so schamhaft unter den Rippchen verborgen werden.
Ach, Österreich-Ungarn, eine lange rätselhafte Geschichte. Ich kann mich erinnern an eine Zugfahrt Anfang der 90ziger Jahre mitten in der Nacht von Wien Richtung Athen. Ich taumle durch den Schlafwagen und laufe in den Nachtschaffner. Wie es so ist wenn sich Fremde mitten in der Nacht treffen die keine gemeinsame Sprache und eine 30 Jahre Altersdifferenz haben, war da ein gewisses Mißtrauen zwischen uns beiden. Mit Händen und Füßen konnten wir statt einem “Ich Tarzan, du Jane” ein “Ich Österreicher, du Ungar” austauschen. Von da weg war alles Eitel Wonne. Ich bekam Zugang zum Schlafwageneisschaffel (gefüllt mit Bier- und anderen Flaschen) und ein Freibier – das war schon was. Warum die plötzliche, herzliche Zuneigung? Ich weiß es nicht, sie war plötzlich da, und nachdem ich mich 20 Jahre später noch immer daran erinneren kann spricht doch Bände.
Vielleicht ist es die vielzitierte Mentalität, oder es sind einfach knappe (gefühlte) 15000 Jahre getrennter Sprachentwicklung die uns so sehr verbinden[*].
Doch zurück zu den Ripperln, hier merkt man gleich wie sehr es sich lohnt im Ausland auch mal was ganz neues zu versuchen.

Da sieht man Dinge von denen man nicht geglaubt hätte das es sie geben kann. So wurden die Ripperln hier nicht auf dem kanonischen Holzbrett sondern in einer Holzschüssel(!) serviert. Tja Reisen bildet eben, und Mut kann man nicht kaufen – scheinbar waren die Rippchen sowas wie frittiert. War zwar ein wenig trocken und doch anders als gewohnt aber doch sehr genießbar. Auch der kleine Rippentester
war recht angetan.
Wir hatten zwei Portionen Ripperln auf unserem Tisch wovon ich die eindeutig bessere abbekommen habe (wahrscheinlich kursiert mein Bild schon in der Ripperl Szene) . Also gute Erdäpfel, keine Saucen und etwas eingelegtes Gemüse haben leckere Rippchen begleitet, da kann man ruhigen Gewissens eine sieben geben.
[*] meine persönliche Theorie zur Entstehung einiger europäischer Sprachen ist ja die, dass wie sich die Finnen von den Ungarn getrennt haben, die Finnen durch Tschechien gezogen sind und dabei die meisten Vokale mitgehen haben lassen.
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Aug 5, 2010
Grillalm
Nr. 185a
9920 Sillian
Auf unsereren endlosen Suche nach der goldenen Tourismusnadel von Osttirol, fanden wir uns auch heuer wieder im schönen Sillian ein. Zum Beweis ein Analogfoto(!) auf ripperl.at aus dem schönen Jahr 2002 (von heuer hab ich keines). Hier bin ich in so ungefähr 2700 Meter Höhe in Richtung St. Oswald und dann weiter in Richtung Sillian unterwegs, die Grillalm ziemlich genau zwischen meinen Füßen im Visier. Nachdem die Fliegerei auch mit schwerem Gepäck & Gebäck zu tun hat (man denke an große Rucksäcke und Speckweckerln) ist man abends dann doch recht hungrig.

Und warum also nicht das angenehme mit dem cholesterinreichen verbinden, und so führte unser Weg in die Grillalm in Sillian. Nachdem wir schon des öfteren Almhütten in Wien getestet hatten, so hat mich der Anblick einer Tiroler Grillalm dann doch nach Kräften verwirrt. Der sicherlich hochbezahlte Innenarchitekt ist voll in seiner Aufgabe aufgegangen und hat die Vorgabe “Irgendwas zwischen Bahnhofskantine und Badrestaurant” gnaden- & tadellos umgesetzt. Was ihm sicher geholfen ist allerdings die Tatsache, daß es sich um die Kantine des örtlichen Hallenbades handelt(e – so genau weiß ich das nicht).
Spareribs um sowas ca 13 € (was immerhin um 4 € weniger ist als eine Bergfahrt mit der Thurntaler Seilbahn) – so genau kann ich das nie nach einem Urlaub mit meinen trinkfesten deutschen Freunden sagen – werden auf dem offenen Feuer fertiggegrillt. Dazukommt Salat vom Buffet und eine Senfsauce, Pommes muß man separat bestellen. Alles in allem waren Ripperlan (wie sie zwecks Lokalkolorit genannt werden) wirklich gelungen. Weich, aber trotzdem mit guter Fleischstruktur und reichlich Kümmel gewürzt.
Der Abend klang dann am Lagerfeuer des freundlichen Lokalbesitzers aus, und nachdem die Tiroler ein geschäftstüchtiges aber freundliches Volk sind gabs auch noch ein Schnapserl drauf.
Wieder bin ich hin- und hergerissen zwischen acht oder neun Rippen, es werden aber wieder nur acht, weil es gehört dann einfach mehr dazu als (wenn auch sehr gute) Rippen auf dem Teller zu präsentieren.
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