
Jan 13, 2012
Schafalm
Unter der Bergstation Planai
Schladming
Nach dem vortägigen Besuch des Almrausch, war der Bedarf nach was Deftigem doch gross. Wobei man den Besuch derselben Lokalität durchaus mit demselben Adjektiv bedenken darf. Schihütte auf fast 2000m mit Gogotänzerinnen, und dem letzten lebensgefährlichen Abenteuer das Mitteleuropa noch zu bieten hat: der sturzbesoffenen Abfahrt auf finsteren Schipisten!
Die Schafalm ist eine wirklich große Schifahrerversorgungsanstalt direkt unter der Bergstation der Planaigondelbahn in Schladming. Trotz der Grösse ist das Ambiente OK, der Montankitsch ist halt allgegenwärtig, aber wenn man das als gegeben akzeptiert dann passt das schon. Die Bedienung ist wirklich sehr freundlich und extrem professionell und so waren die Ripperln um 11,80 € sehr schnell am Tisch. Es ging vermutlich auch deswegen so schnell, weil die bewegten Massen doch recht gering waren. Also das ich von Ripperln mal wirklich nicht satt geworden bin, das ist schon eine Weile her, hier war das wieder mal der Fall – also besonders, wenn man Sport betrieben hat, würde man doch deutlich mehr vertragen.
Gut geschmeckt hat es dann trotzdem – wäre vielleicht sogar acht Rippen wert gewesen, aber aufgrund der Portionsgrösse gibt es “nur”
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Mai 23, 2011
Gulyas Etterem
Budapest
IX ker. Lilio, utca 46
So wie weltweit die Angst vor versteckten Fetten grassiert, so scheint in Ungarn die Angst vor Kohlenhydraten umzugehen. Anders ist es auf jeden Fall nicht erklärbar warum die Erdäpfel und der Salat (siehe Foto, bzw eben nicht) so schamhaft unter den Rippchen verborgen werden.
Ach, Österreich-Ungarn, eine lange rätselhafte Geschichte. Ich kann mich erinnern an eine Zugfahrt Anfang der 90ziger Jahre mitten in der Nacht von Wien Richtung Athen. Ich taumle durch den Schlafwagen und laufe in den Nachtschaffner. Wie es so ist wenn sich Fremde mitten in der Nacht treffen die keine gemeinsame Sprache und eine 30 Jahre Altersdifferenz haben, war da ein gewisses Mißtrauen zwischen uns beiden. Mit Händen und Füßen konnten wir statt einem “Ich Tarzan, du Jane” ein “Ich Österreicher, du Ungar” austauschen. Von da weg war alles Eitel Wonne. Ich bekam Zugang zum Schlafwageneisschaffel (gefüllt mit Bier- und anderen Flaschen) und ein Freibier – das war schon was. Warum die plötzliche, herzliche Zuneigung? Ich weiß es nicht, sie war plötzlich da, und nachdem ich mich 20 Jahre später noch immer daran erinneren kann spricht doch Bände.
Vielleicht ist es die vielzitierte Mentalität, oder es sind einfach knappe (gefühlte) 15000 Jahre getrennter Sprachentwicklung die uns so sehr verbinden[*].
Doch zurück zu den Ripperln, hier merkt man gleich wie sehr es sich lohnt im Ausland auch mal was ganz neues zu versuchen.

Da sieht man Dinge von denen man nicht geglaubt hätte das es sie geben kann. So wurden die Ripperln hier nicht auf dem kanonischen Holzbrett sondern in einer Holzschüssel(!) serviert. Tja Reisen bildet eben, und Mut kann man nicht kaufen – scheinbar waren die Rippchen sowas wie frittiert. War zwar ein wenig trocken und doch anders als gewohnt aber doch sehr genießbar. Auch der kleine Rippentester
war recht angetan.
Wir hatten zwei Portionen Ripperln auf unserem Tisch wovon ich die eindeutig bessere abbekommen habe (wahrscheinlich kursiert mein Bild schon in der Ripperl Szene) . Also gute Erdäpfel, keine Saucen und etwas eingelegtes Gemüse haben leckere Rippchen begleitet, da kann man ruhigen Gewissens eine sieben geben.
[*] meine persönliche Theorie zur Entstehung einiger europäischer Sprachen ist ja die, dass wie sich die Finnen von den Ungarn getrennt haben, die Finnen durch Tschechien gezogen sind und dabei die meisten Vokale mitgehen haben lassen.
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Aug 5, 2010
Grillalm
Nr. 185a
9920 Sillian
Auf unsereren endlosen Suche nach der goldenen Tourismusnadel von Osttirol, fanden wir uns auch heuer wieder im schönen Sillian ein. Zum Beweis ein Analogfoto(!) auf ripperl.at aus dem schönen Jahr 2002 (von heuer hab ich keines). Hier bin ich in so ungefähr 2700 Meter Höhe in Richtung St. Oswald und dann weiter in Richtung Sillian unterwegs, die Grillalm ziemlich genau zwischen meinen Füßen im Visier. Nachdem die Fliegerei auch mit schwerem Gepäck & Gebäck zu tun hat (man denke an große Rucksäcke und Speckweckerln) ist man abends dann doch recht hungrig.

Und warum also nicht das angenehme mit dem cholesterinreichen verbinden, und so führte unser Weg in die Grillalm in Sillian. Nachdem wir schon des öfteren Almhütten in Wien getestet hatten, so hat mich der Anblick einer Tiroler Grillalm dann doch nach Kräften verwirrt. Der sicherlich hochbezahlte Innenarchitekt ist voll in seiner Aufgabe aufgegangen und hat die Vorgabe “Irgendwas zwischen Bahnhofskantine und Badrestaurant” gnaden- & tadellos umgesetzt. Was ihm sicher geholfen ist allerdings die Tatsache, daß es sich um die Kantine des örtlichen Hallenbades handelt(e – so genau weiß ich das nicht).
Spareribs um sowas ca 13 € (was immerhin um 4 € weniger ist als eine Bergfahrt mit der Thurntaler Seilbahn) – so genau kann ich das nie nach einem Urlaub mit meinen trinkfesten deutschen Freunden sagen – werden auf dem offenen Feuer fertiggegrillt. Dazukommt Salat vom Buffet und eine Senfsauce, Pommes muß man separat bestellen. Alles in allem waren Ripperlan (wie sie zwecks Lokalkolorit genannt werden) wirklich gelungen. Weich, aber trotzdem mit guter Fleischstruktur und reichlich Kümmel gewürzt.
Der Abend klang dann am Lagerfeuer des freundlichen Lokalbesitzers aus, und nachdem die Tiroler ein geschäftstüchtiges aber freundliches Volk sind gabs auch noch ein Schnapserl drauf.
Wieder bin ich hin- und hergerissen zwischen acht oder neun Rippen, es werden aber wieder nur acht, weil es gehört dann einfach mehr dazu als (wenn auch sehr gute) Rippen auf dem Teller zu präsentieren.
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Jun 3, 2010
Eulenspiegel
Markgasse 6
3400 Klosterneuburg
Diesmal empfiehlt uns das Leserpäarchen(?) Sandra & Georg das Eulenspiegel – endlich auch einmal mit einer Website von der man keinen Augenkrebs bekommt:
Wir treffen uns mit unseren Freunden gerne im Eulenspiegel in Klosterneuburg
(www.eulenspiegel.at), wo nicht nur die Spare Ribs Deviled sensationell
sind, sondern auch die selbstgemachten potatoe wedges (dort Eulenchips
genannt). Das Lokal ist zwar nicht in Wien, aber Klosterneuburg ist ja quasi
um’s Eck, und unsere Freunde aus Wien nehmen für die Ripperl regelmäßig und
freudig die Fahrt in Kauf. Auf Wunsch gibt’s auch eine Extraportion Zwiebeln
zum Umfallen.
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Apr 7, 2010
Meierei im Türkenschanzpark
1180 Wien
Hasenauerstraße 617
Das ganz große ripperl.at Testteam (12 Geschworene, mindestens) ist diesmal in eine der entlegensten (Zitat Tester Gerhard S.: “hierher braucht man von überall her eine Stunde”) Ecken der Stadt Wien ausgeströmt, in die Meierei im Türkenschanzpark. Schön gelegen (im Park halt, Depp (die Red.)) würde sich hier ein sommerlicher Tagesbesuch aufdrängen (auch wegen der Betthupferl Schließzeit um 21h).
Schöner Gastgarten (im PAAAARKKK, Paaaaaaaark, verstehst?) im Inneren des Lokals gediegene 70iger Jahre Gastrauminnenausstattung mit riesigen öl-ist-spott-billig-warum-bauen-wir-nicht-auch-ein-Hallenbad Fenstern nach draußen (mit Blick auf den Park, versteht sich)
Aber genug der Präliminarien, flugs zur Bestellung. Ein sehr kompetenter Kellner kümmert sich unaufgeregt um alles, und liefert prompt das Bestellte aus.
An dieser Stelle ein Geständnis, vorweg um die Wartezeit zu verkürzen habe ich einem lauwarmen Spargelsalat genommen. Der fiel ganz klar unter die Kategorie schlimmes Essen, ich wußte garnicht das man ein gekochtes Ei so fein raspeln kann (und schon garnicht warum).
Die Spareribs um 12,80 € sehen wirklich aus wie aus dem Bilderbuch (sollte es einmal Interesse an einem Ripperl Bilderbuch geben, bitte bei mir melden, ich habe Unmengen Fotos). Eineinhalb dick eingepatzte Rippenbögen, schöne Salatgarnitur und Braterdäpfel. Eine gute Rahmsauce und ein süße Senfsauce die zumindest mir sehr gut geschmeckt hat (anderen Testern war es zu süß).
Nun die Krux dieses Testes: die beiden Rippenbögen waren bei allen georderten Portionen sehr unterschiedlicher Qualität. Der jeweils kleinere Boden war nahezu perfekt, schön zart, einfach lecker – an sich ein glatter 9er. Der andere Bogen war zu hart und hätte noch ein paar Minuten im Ofen vertragen, gut gewürzt zwar, aber eher eine 6.
Nun gut, Zwischennoten gibt es keine und im Zweifel für den Angeklagten (Vielleicht haben auch unsere vielen gleichtzeitig bestellten Portionen die Ofenkapazität überfordert) also rücke ich einmal einen 8ter heraus
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