Plachutta’s Grünspan
Ottakringer Straße 266
1160 Wien
OK, ich gebe es ja zu, ich komme in ein Alter wo mich zuerst das Apostroph gestört hat. Jetzt bin ich ja kein Weltmeister der Rechtsschreibung & Beistrichsetzung (siehe alle Texte), aber bei einem Possessiv Genetiv ‘s’ gehört nunmal kein Apostroph, laut neuer Rechtsschreibung ist es aber erlaubt – nun gut man lernt nie aus.
An sich verbindet man ja den Namen Plachuta mit Rindfleisch. Und das muß man sagen können sie wirklich. Jeder der mal das Vergnügen hatte einen Tafelspitz im Stammhaus zu sich zu nehmen wird wissen wovon ich spreche. Diesmal geht es allerdings in den 16ten Bezirk zum Ripperln testen.
Wenn man den Wiener Wahlkampf verfolgt hat, hätte ich ja geglaubt, daß ich nach so einem Schild Ausschau halten müßte:

Auch verschatten noch keine Moscheen den Gastgarten, wenngleich es auch schon schwierig ist sich auf dem weiten Weg zum Wirtshaus mit einer Schweinsschnitzelsemmel stärken zu wollen.
Übersehen kann man den Gastgarten dann defintiv nicht, das ganze Lokal/Anwesen ist schon riesig. Nachdem es aber recht gut angelegt ist wirkt man weder im lauschigen Gastgarten noch im auf urig getrimmten Gastraum verloren (ein Navi schadet auf dem Rückweg zur Toilette aber trotzdem nicht).
Die ganze Organisation des Lokal ist hochprofessionell und man muß auch positv erwähnen, das der Wechsel vom Gastgarten nach innen freundlich und ohne Zwischenrechnung zu bewerkestelligen war.
Die Ripperl um 13,70 € sind heutzutage nicht mal mehr als hochpreisig zu bewerten, und kaum bestellt stehen sie auch schon am Tisch, nur beim Mäci gehts schneller (ernsthaft, die Spareribs waren in weniger als 5 Minuten am Tisch). Das ist schon fast ein bisschen zu flott, ein wenig mehr Hitze, dh das man sich beim ersten Bissen zünftig das Maul verbrennt könnte schon sein.
Die Ripperl kommen mit sehr guten Pommes, zwei Saucen und ein paar Zwiebelringen auf einem Holzbrett. Das Urteil ist schwierig, es ist gut aber nicht überragend. Ich kann die Spareribs jedem empfehlen, würde sie auch wieder nehmen (wenn ich zum Beipspiel des Essens im Wilhelminenspital überdrüssig würde) zur Spitzenklasse reicht es aber irgendwie nicht. Zu wenig “spektakulär” ist Fleisch gewürzt und gegart. Daher nur
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